BEIJING IS CALLING

Die Internationale Konferenz zu Smart Learning Environments steht vor der Tür und ich freue mich, auf der 4. Fachtagung in Peking dabei sein zu dürfen und das Ergebnis meiner Dissertation zu präsentieren.

Gemeinsam mit Dr. Schlenker und Prof. Köhler habe ich einen Beitrag zur Konferenz eingereicht, der sich mit dem Gestaltungsprozess von Smart Learning Environments (SLEs) beschäftigt. Erstmals wird noch vor Publikation meiner Dissertation das sogenannte SLE-Framework vorgestellt, das als wissenschaftlich fundiertes Planungs- und Entwicklungswerkzeug für „Smarte Bildungslösungen“ genutzt werden kann. Titel unseres Beitrags:

An interdisciplinary Framework for Designing Smart Learning Environments.

Das Framewok ist das Ergebnis einer mehrstufigen, triangulativen Studie und basiert auf einem soziotechnischen und interdisziplinären Ansatz. Es bündelt insgesamt 30 Erfolgsfaktoren aus den Fachdisziplinen Bildung, IT und Architektur. Im Ergebnis wurden insgesamt 5 Entwurfsmuster als zu gestaltende „Kernbereiche“ identifiziert, die jeweils durch 6 Erfolgsfaktoren gekennzeichnet sind. Bei der Produktentwicklung von SLEs müssen entsprechend alle 30 Erfolgsfaktoren auf ihre Relevanz im Unternehmen hin analysiert und entsprechend ausgestaltet werden. Daher enthält jedes Entwurfsmuster eine integrierte Reifegrad-Analyse.

Der Entwicklungsprozess verläuft sequenziell und beginnt mit der Analyse und Reflexion der Unternehmens- und Lernkultur (1). Anschließend werden die Faktoren für die Nutzerzentrierung (2) bearbeitet und basierend auf diesen Ergebnissen die didaktische Vielfalt (3) entwickelt. Anschließend werden räumliche Aspekte (4) entworfen und erst am Ende beschäftigt man sich mit den technologischen Faktoren, die für intelligente Lernsysteme (5) wie SLEs relevant sind.

SLE-Framework

Das Framework ist ein komplexes System bestehend aus insgesamt 30 Faktoren, denen probabilistische Verbindungen und Wechselwirkungen zugrunde liegen. In Abhängigkeit der jeweils unternehmensspezifischen Reifegradanalyse pro Kategorie können die Beziehungen zwischen den Faktoren dynamisch angeordnet werden, indem die Hexagone gedreht werden.

Das Framework wird in den kommenden Monaten im Rahmen von Design Sprints auf Praxistauglichkeit getestet. Ziel ist es, didaktisch fundierte SLE-Muster-Use Cases zu identifizieren und prototypisch zu entwickeln. Im Herbst diesen Jahres ist mit neuen Erkenntnissen zu rechnen, ob das Framework als Planungs- und Entwicklungswerkzeug genutzt werden kann. Weitere Werkzeuge werden als SLE-Creation Toolkit entwickelt.

Die International Conference of Smart Learning Environments findet vom 18.-20.03. in Peking statt. Das komplette Programm ist hier zu finden: http://iasle.net/icsle2018/organization/conference-program/

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