Meine 7 Schritte auf dem Weg zu #NewWork

Als ich 2013 meinen Job als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Trend- und Bildungsforschung gekündigt habe, hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich mir 4 Jahre später meinen eigenen Job-Titel ausdenken kann. Das ist einer der großen Vorteile an der Digitalisierung und an disruptiven Zeiten, dass vieles im Umbruch ist, neu gedacht und erfunden werden muss. Insofern ist derzeit ein optimaler Zeitpunkt für alle kreativen Köpfe, die Lust haben, sich gestalterisch, innovativ & nachhaltig einzubringen.

Aber natürlich passiert so etwas nicht von alleine. Man muss aktiv sein oder werden. Und das zu 150%. Und man muss sich im Leben für gewisse Dinge entscheiden und Risiken eingehen. Wenn ich heute darüber nachdenke und überlege, wie ich das eigentlich gemacht habe, so sind meiner Meinung nach 3 Dinge essentiell.

„Leidenschaft & Neugier & Mut“

Mit dem Begriff #NewWork wird oftmals eine Perspektive von außen auf eine Organisation eingenommen. Begriffe wie #Skillset, #Mindset, #Toolset oder #Change sind sehr gängig. Oder wie es Sebastian Hollmann formuliert, müssen in jedem #NewWork Konzept 4 Eckpfeiler behandelt werden: Kundenorientierung, Recruiting, Mitarbeiterbindung und Qualifizierung.

Alles richtig und wichtig. Gerne möchte ich die Perspektive aber mal ganz konkret auf den Einzelnen lenken und an meinem Beipspiel offen reflektieren, wie #NewWork von jeder Person aktiv gestaltet werden kann. Letztlich besteht jede Organisation aus vielen unterschiedlichen Menschen und insofern ist ja die Frage, wie diese Menschen in einer Organisation die Konzepte von #NewWork umsetzen können oder wie es treffend beschreibt, eine Learning Journey ins Sillicon Valley reicht für den Change nicht aus. Letztlich liegt es an der Fähigkeit der Menschen, ihre Routinen zu überdenken, Experimente zu wagen und neue Wege zu beschreiten.

Von daher sind meine persönlichen 3 Eckpfeiler auf dem Weg zu NewWork #Leidenschft, #Neugier und #Mut.

#LEIDENSCHAFT

Die Leidenschaft hat mich über all die Jahre hinweg angetrieben, konsequent meine Ziele zu verfolgen. Ohne diese Leidenschaft hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft, neben Haushalt, Kind und Job zu promovieren und nächtelang an der Dissertation zu schreiben.Bild145#NEUGIER

Zudem bin ich immer auf der Suche nach neuem Wissen, nach innovativen Gadgets wie z.B. „Zapbox“, nach inspirierenden Menschen oder auch auf der Suche nach Antworten auf gesellschaftlich relevante Fragestellungen. Das neu Gelernte setze ich dann in den Kontext meiner Profession. Als Pädagogin für Erwachsenenbildung liegt mir der Bildungsbereich natürlich am Herzen.

 

Bild4Selbst abstrakte Lerninhalte wie „Smart Learning Environments“ können innovativ vermittelt werden, abseits von PowerPoint und ellenlangen Texten.

Es ist mir ein Anliegen, Wissen generell oder aber auch meine Erkenntnisse aus der Dissertation allen Menschen zugänglich zu machen, die sich dafür interessieren. Dafür reicht es jedoch nicht aus, die Dissertationsschrift zu veröffentlichen, denn wer möchte sich schon 300 Seiten einer Dissertation durchlesen. Niemand. Deswegen gibt es ein Smart Learning Whitepaper kostenfrei zum Download, das die wichtigsten Eckpunkte zum Thema leserfreundlich zusammenfasst.Snippet_2

Zudem habe ich aus den Inhalten der Dissertation „Lerntools“ entwickelt, mit denen man sich die Inhalte in eigenem Tempo, multimedial und im Austausch mit anderen erschließen kann. Die Erkenntnisse aus der Dissertation sind in ein umfangreiches Konzept zur Gestaltung von Smart Learning Environments eingeflossen. Dieses Konzept beinhaltet u.a. ein Framework mit insgesamt 30 Erfolgsfaktoren sowie ein Smart Learning Toolkit.

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Einzelne thematische Teilbereiche wie das Internet der Dinge, Datenschutz, Raumsoziologie oder Organisationsentwicklung wurden dabei in eine Vernissage umgewandelt. Diese besteht aus insgesamt 15 Infografiken. So kann sich jeder in eigenem Tempo mit dem Inhalt beschäftigen und kann bei den Inhalten tiefer einteigen, die als relevant eingestuft werden. Dewegen enthält die Vernissage multimediale Zusatzinformationen, die per Barcodes zu bestimmten Themenbereichen abgerufen werden können. So erhält man abseits von rein textlichen Informationen auch umfangreiches Video- und Bildmaterial, so dass die Inhalte besser eingeprägt und verarbeitet werden können.

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Bei der Dissertation war es mir wichtig, nicht nur theoretisches Wissen zu erschließen, sondern die neuen Erkenntnisse in ein praxisorientiertes Konzept zu überführen, das von anderen genutzt und in die Praxis transferiert werden kann. Denn was nützen die spannendsten Studien, wenn das Wissen in Schubladen und Bibliotheken verstaubt? Wer sein eigenes Smart Learning Projekt starten möchte, kann auf diesen Seiten mehr über die Innovationsworkshops erfahren, bei denen das SLE Toolkit und das Framework zum Einsatz kommen.

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„Um seinen eigenen #NewWork Weg zu gehen braucht man neben Leidenschaft und Neugier aber auch eine kleine Prise Mut“

#MUT

Mut, um sich selbst zu verwirklichen, neue Dinge auszuprobieren und vor allem, um mit dem Risiko umzugehen, dass man damit auch scheitern könnte. Als ich 2013 meinen Job gekündigt hatte, war meine Zukunft unsicher. Alles was ich hatte, war eine Vision:

  • Ich wollte ein Stipendium bekommen
  • Und über das Internet der Dinge im Bildungsbereich promovieren

Als ich dann 6 Wochen nach der Kündigung schwanger war, wurde das Risiko plötzlich noch viel größer und die Angst zu scheitern wuchs.

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Was mich hier aufgefangen hat war mein persönliches Umfeld und meine große Leidenschaft zum Thema „Internet der Dinge“ sowie der unbändige Wunsch, das Internet der Dinge in den Bildungsbereich zu bringen. Da ich viele Jahre sehr erfolgreich Drittmittel aquirierte (in 6 bis 7- stelligen Bereichen), war ich davon überzeugt, dies auch für meine eigene Forschungsarbeit bewerkstelligen zu können. Hier bot sich dann die ungeplante Schwangerschaft als neue Chance an, da es spezifische Stipendien nur für Mütter gibt. Als ich dann jedoch feststellte, dass viele derartiger Stipendien, die explizit an Frauen gerichtet waren, sich oftmals auf „Genderforschung“ beschränkten, war die Ernüchterung groß. Bis heute finde ich diesen Umstand befremdlich, dass sich Frauenförderungen oftmals auf Genderforschung beschränken. Nun gut, das soll hier jetzt nicht Thema sein….Letztlich habe ich mein Ziel erreicht und ein Vollzeit Stipendium über 3 Jahre erhalten. Das Risiko hat sich gelohnt.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt zu promovieren, sollte sich auf Stipendien bewerben

Ohne dieses Stipendium wäre vieles nicht möglich gewesen. Insofern bin ich bis heute dem Sächsischen Landesstipendium und der Promotionsförderung der TU Dresden für diese Unterstützung mehr als dankbar!! Nur so war es mir möglich, mich über 4 Jahre hinweg intensiv zu professionalisieren und Expertin für das Internet der Dinge im Bildungsbereich zu werden. Einen Bereich, den es vorher nicht gab, den ich mir quasi im Sinne von NewWork „ausgedacht und erarbeitet“ bzw. den ich „erfunden“ habe. Aber nicht nur das. Mittlerweile erhalte ich mehr Anfragen als Speakerin oder als Expertin für (MOOC) Videos, Experteninterviews oder Podcasts etc, als je zuvor.

So freue ich mich, in der nächsten Woche auf dem KnowledgeCamp & AUGENHÖHEcamp darüber zu sprechen, wie das Internet der Dinge die Arbeitswelt bereichern kann. Da ich eigentlich kein soooo großer Fan von Vorträgen und PowerPoint bin, biete ich vielleicht auch noch eine Session an, wo es dann mehr um den Austausch zu den Erfolgsfaktoren von Smart Learning und um innovative Dinge wie Augmented Reality gehen wird.

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Nach dem KnowledgeCamp & AUGENHÖHEcamp am 23./24.10. bei Steelcase in München werde ich dann am 08.11. auf der TalentThinking in Mainz und am 29.11. auf der 4. Corporate Learning Tagung sein, bevor das Jahr für mich auf der OEB zu Ende geht und 2019 mit der LEARNTEC in Karlsruhe startet. Soweit es mir möglich ist, werde ich von den Events berichten und fleißig twittern.

Zusammenfassend gibt es für mich 7 Schritte, die auf meinem persönlichen Weg zu #NewWork wichtig waren und die ich an dieser Stelle gerne mit Euch teilen würde. Vielleicht inspiriert es jemanden auf dem eigenen Berufsweg.

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Dieser Blogpost ist nun persönlicher geworden als viele andere. Aber ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, je authentischer und persönlicher man wird, desto intensiver ist der Austausch und auch die eigene Lernerfahrung. In diesem Sinne habe ich an dieser Stelle Punkt 4 und 5 praktiziert und hoffe damit andere zu motivieren, Ihren eigenen #NewWork Weg zu beschreiten.

Über Anregungen und Gedanken zum Thema freue ich mich in den Kommentaren. Welche Erfahrungen habt ihr dazu gemacht?

 

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