*Co-Creator Camps* als neues Lernformat

John Hattie, einer der bekanntesten Bildungsforscher, plädierte im Januar diesen Jahres für weniger Lehrplan und mehr Leidenschaft (Robert Bosch Stiftung, 2025). Dem kann ich zu 100% zustimmen. Aber wie könnte sowas in der Praxis aussehen?

LEARNING EXPERIENCE DESIGN ist die Fähigkeit, die man m. E. nach benötigt, um eine solche Leidenschaft optimal in Szene zu setzen und Lernende intrinsisch motivieren zu können. Oder wie ich es formulieren würde „Spielplan statt Lehrplan“ – es gibt so viele Möglichkeiten, langweilige E-Learnings, Vorträge, Konferenzen, Seminare oder generell „Lernen in Form von passiver Wissensvermittlung“ in eine aktive Lernerfahrung zu transformieren. Was uns fehlt, sind konkrete, leicht adaptierbare Ansätze und ko-kreative Ideen, wie sowas didaktisch und im beruflichen Alltag aussehen könnte.

Daher habe ich die CO-CREATOR CAMPS for EDUCATION ins Leben gerufen, die Lehrende, Bildungsverantwortliche, Learning Designer*innen oder L&D Manager*innen maximal inspirieren, ihre Learning Angebote aufs nächste Level zu heben. Und zwar in einer praxisorientierten Hands-On Mentalität gemäß dem Motto: Mit wenig Aufwand viel bewegen.

In meinem Buch aus 2024 „Smart Learning Design“ habe ich bereits ausführlich beschrieben, welche Formate, Tools und Technologien dazu geeignet sind, die Lernerfahrung zu verbessern und die Learning Experience aufs nächste Level zu heben. In der dazugehörenden Smart Learning Facilitator Ausbildung (4. Kohorte startet im November, KOMPASS Förderung möglich) lernt man an 4 Tagen alles, um smarte Lernangebote strategisch fundiert in der Praxis zu verankern.

Was bisher noch gefehlt hat, sind kleine, knackige, ko-kreative Workshops, um schnell ins TUN zu kommen, gemeinsam mit anderen an Use-Cases zu tüfteln und erste kleine Prototypen zu entwickeln. Perfekt für alle, die wenig Zeit haben.

Lass dich in nur 3,5h maximal inspirieren. Wir nutzen die Methode des „Rapid Prototypings“ und kommen so schnell zu ersten Ergebnissen, die du direkt ins Unternehmen mitnehmen und dort verproben kannst. Wir wenden in den CREATOR CAMPS also konkrete Methoden und Tools an, die ich im Buch beschrieben habe. Selbstverständlich nutzen wir dazu auch einzelne Inhalte aus der Smart Learning Navigation Map. Diese bündelt über 50 spannende Smart Learning Tools, Templates, Anleitungen und Hologramme, um direkt in die Umsetzung bzw. ins Prototyping einsteigen zu können.

Das Besondere an der Map: Nutze die Wissenslandkarte zusammen mit dem Buch und meinem Bot „Ask Dr. Sirkka Freigang“, die beste Kombination, um deine persönliche Lernreise zu starten.

In Camp_No 1 wollen wir uns auf die 3D-Modellierung und das Designen von Magic Moments fokussieren, denn es gibt mittlerweile die MERGE CREATOR App, ein grandioses Update mit neuen AR Features, die ich euch gerne zeigen möchte.

Das erste CREATOR CAMP startet am 06.08.2025 (nächste Option: 27.08.25), jeweils von 12:00-15:30 Uhr. Wir starten entspannt im Lunch&Learn Format und gehen dann ins Prototyping über. Das CREATOR CAMP_No 1 richtet sich an Menschen, die Spaß an XR-Technologien (XR=Abkürzung für Extended Reality = Erweiterte Realität) haben und diese im beruflichen Alltag stärker nutzen möchten.

Der beste Einstieg für XR Newbies, um immersive Learning Journeys zu designen, klassische E-Learnings, Vorträge oder Workshops mit immersiven Erlebnissen anzureichern und damit die Lernwirksamkeit zu steigern. Gehörst du zur Zielgruppe der L&D Mitarbeitenden, der freiberuflichen Digital Learning Designer, Content-Creator, Lernfluencer oder fühlst dich als Learning Multiplikator*in in deinem Unternehmen? Dann schau dir den Ablauf genauer an:

Hard Facts zum CREATOR CAMP_No 1:

Du willst ko-kreativ und maximal inspiriert in die Sommerpause starten? Dann ist das jetzt deine Chance, dich zum ersten Online CREATOR CAMP zum Thema 3D-Modellierung und XR Learning Experiences anzumelden. Nutze die Sommerpause, um deine kreativen Synapsen zum Glühen zu bringen. Alles was du neben Neugier und EdTech Leidenschaft benötigst ist folgendes:

  1. Zugriff und Grundkenntnisse in Zoom 
  2. Zugriff und Grundkenntnisse in Miro
  3. Offenheit zum Experimentieren, um sich bei Tool-Anbietern kostenlos zu registrieren (gerne unter Verwendung einer Wegwerf-E-Mail-Adresse: Müllmail.com
  4. Desktop PC oder Notebook, bestenfalls mit einem (oder mehreren) extra Bildschirm/en
  5. Stabiles Internet
  6. Bestenfalls das Buch „Smart Learning Design“, das du im Local Book Shop oder via Amazon bestellen kannst

Die CREATOR CAMPS sind auch als Inhouse Option buchbar und sind auf 12 Teilnehmende limitiert (enge Begleitung beim Tandem-Prototyping). Melde dich direkt an (Angabe Terminoption (06.08. oder 27.08.) bitte im Kommentarfeld). Im Anschluss bekommst du eine Bestätigung und die Rechnung zugesendet.

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In einem meiner letzten Workshops kam ein Teilnehmer auf die Idee, einen Regenbogen-Zebra-Hasen als 3D Modell zu prompten. Als Ergebnis haben wir diesen hier bekommen:

So sieht ein Regenbogen-Zebra-Hase aus

Ich liebe solche ko-kreativen Experimente!! Im CREATOR CAMP teile ich meine „Best-of-Smart Learning Hacks“ zum Thema XR, 3D-Modellierung und Magic Moments. Wir werden mit vordesignten XR-Templates arbeiten, so dass wir insgesamt schneller vorankommen und du sogar eine erste XR-Learning Experience zu den Werten deines Unternehmen als Ergebnis mitnehmen kannst.

Warum gibt es die CREATOR CAMPS als neues Lernformat?

Mein Ziel ist es, die Lernwirksamkeit formaler Lernangebote in DE auf Basis wissenschaftlicher Befunde zu verbessern und dadurch die Innovationsfähigkeit signifikant zu steigern. Auf Basis von Design-Ansätzen wie LXD möchte ich einen Beitrag dazu leisten, um

Bildung in Deutschland besser zu machen.

Wie wäre es, wenn Lernen ganz ohne Druck im (schulischen/ beruflichen) Alltag integriert wäre? Verbunden mit aktuellen beruflichen Herausforderungen und mit realen Praxisbezügen? Wie wäre es, wenn sich Lernen mit Leichtigkeit, Freude und Spaß „quasi nebenbei“ ereignet, zusammen in Reflektion mit anderen Peers bzw. Kolleg*innen. Wie wäre es, wenn sich Lernangebote wie neue Gadgets oder Memes in viralen Kampagnen im Unternehmen/ der Hochschule verbreiten würden?

Bereits der US-amerikanische Philosoph und Pädagoge John Dewey (1859-1952) prägte folgendes Zitat in seinem Werk Demokratie und Erziehung (1916):

„Ein Gramm Erfahrung ist besser als eine Tonne Theorie“

Diese Zitat ist bereits eine recht knackige Antwort auf die Frage, warum Learning Experience Design (LXD) im Kontext Lernen bzw. Lernwirksamkeit so wichtig ist. Ich könnte hier nun noch folgendes aus meinem Buch „Smart Learning Design“ ergänzen (Freigang, 2024, S. 17):

„It´s not about Facts, it´s about Feelings“

Denn: Menschen sind keine Maschinen. Menschen haben individuelle Bedürfnisse und brauchen weit mehr als nur Fakten, um erfolgreich & nachhaltig lernen zu können. Menschen sind keine Computer, die Informationen wie eine Festplatte speichern, verwalten und verarbeiten. Menschen lernen über Beziehungen zu anderen Menschen (Lehrende, Peers, Gesellschaft) oder mittlerweile auch über KI-basierte Dialoge. Genau aus diesen Gründen erfordert wirksames Lerndesign bzw. Smart Learning Gestaltungsarbeit. Ich habe das ausführlich in meinem Buch beschrieben und letztens nochmals nachgelsen (vgl. S. 110ff.)

Es gibt etliche tolle Möglichkeiten, diese Gestaltungsarbeit konsequent umzusetzen. In den CREATOR CAMPS zeige ich anhand von Templates und Tools, wie das funktioniert. In einem meiner letzten Vorträge habe ich z.B. auf die geniale Website von Prof. Dr. Martin Puchner verwiesen, auf der man mit Nietzsche, Konfuzius, Buddha oder auch mit Jesus in den Dialog treten kann (auf Basis von Custom GPTs). Er nennt es:

Time-travel to converse with philosophers

Hast du schon einmal mit Nietzsche gechattet? Nein?

Ich schon. Es war eine beeindruckende Erfahrung. Ich kann es dir absolut empfehlen. Probier es doch mal aus! Welchen beruflichen Rat würde dir wohl Konfuzius geben? Let´s chat with Confucius!

.

Genau darum geht es in den LXD CREATOR CAMPS – wir wollen nicht nur Inhalte vermitteln, sondern nachhaltige Lernerfahrungen ermöglichen. Hierzu nutzen wir unterschiedliche Formate und neueste Tools, Technologien wie XR oder KI und natürlich didaktisch sinnvolle Methoden. Es geht ums Ausprobieren, ums Testen, Üben und um Erfahrungen zu sammeln, den Transfer zu planen und erste Use Cases als Rapid Prototype umzusetzen. In Co-Creation mit anderen. Ganz im Sinne von Open Innovation. Und zwar mit wenig Aufwand und hohem Nutzen.

Menschen lernen über Geschichten, Bilder, Anektoten, Problemstellungen und v.a. auch auf Basis von Gefühlen, die während des Lernprozesses entstehen. Laut Hattie (2025) vermitteln wir aber in 60 bis 80 Prozent Faktenwissen. Auch unsere Prüfungen belohnen reines Faktenwissen.

Ich bin davon überzeugt, das geht weitaus besser!! Zum Beispiel, indem wir Raum für Reflektion, Feedback und Peer-Learning lassen. Oder innovative Lerneinheiten wie „Chat with Nietzsche“ in unsere Learning Journeys integrieren.

Wer mich kennt weiß, dass ich Zeitreisen generell liebe. Mir egal, ob es in die Zukunft oder auch die Vergangenheit geht. Ich liebe philosophische Fragestellungen, den Bezug zur Gegenwart oder auch zur Zukunft. Schon vor 5-10 Jahren habe ich Thesen zur Zukunft formuliert, die heute bereits der Realität entsprechen. Für mich gibt es nichts Spannenderes, als sich auf Basis von (Science-Fiction) Literatur die Zukunft vorzustellen, sich zu überlegen, wie eine utopische (oder dystopische) Zukunft wohl aussehen sollte vs. könnte – wie wir darauf hinarbeiten, aktiv gestalten oder auch andere Menschen motivieren könnten, sich als Zukunftsgestalter*in mit auf diese Learning Journey zu begeben.

Learning Experience Design (LXD) im KI Zeitalter

Wir leben in einer Zeit ständiger Veränderungen. Isbesondere im KI-Zeitalter ist die alleinige Vermittlung von Fakten alles andere als ausreichend. Die exponentielle KI-Entwicklung fordert eine didaktische Bildungsrevolution (Freigang 2023) auf allen Ebenen (Grund,- Sekundar- & Berufsschulen, Gymnasien, Hochschulen, betriebliche Aus- und Weiterbildungen), da Innovationen im Bildungsbereich noch nie so greifbar waren. Im Zuge von LXD stellt sich hier folgende Frage:

Können wir Zukunft erlebbar machen?

Natürlich können wir das. Und zwar noch nie so einfach (und günstig) wie bisher. Ziel von LXD ist es, die Learning Experience zu intensivieren, um die Wirksamkeit des Lernens insgesamt zu verbessern (Freigang 2024, S. 110). Wie gelingt uns das? Eine Möglichkeit ist Storytelling in Kombination mit XR. Wie wäre es, wenn jeder Lernende in die Zeitmaschine von Marty McFly & DocBrown „einsteigen“ könnte?

Wer kennt den Science-Fiction Klassiker „Zurück in die Zukunft“ u.a. mit Michael J. Fox?

Dank neuester XR-Technologien ist es möglich, sich in das virtuell-augmentierte Cockpit vom DeLorean zu „setzen“ und eine besondere Challenge zu lösen: In welches Jahr reisen Marty McFly und Doc Brown?

Um die Aufgabe zu lösen, muss man sich wirklich auf den Fahrersitz des hybriden DeLorean „setzen“. Schon diese Learning Experience reicht, um nachhaltige AHA-Momente, strahlenden Augen und kognitiven Repräsentationen im Gehirn zu erzeugen, die niemand mehr vergessen kann. Daher ist XR DeLorean eine meiner absoluten LXD-Favorites. Komplett kostenfrei, ohne App-Installation. Ohne Aufwand, ohne Kosten.

Einfach Magisch! Das ist der Grund, warum ich immersives LXD als „MAGIC MOMENTS OF LEARNING“ bezeichne.

Wenn es uns gelingt, abstrakte Fakten (z.B. zur Zukunft der Arbeit) mit immersiven Learning Journeys wie dem augmentierten DeLorean zu verbinden, dann ist die emotinale Verbundenheit viel stärker ausgeprägt, was zu einer effektiveren Lernleistung führt. Spielerisch, experimentell und smart. Probier es selbst mal aus:

Lernen ist ein komplexer Prozess. Lernwirksamkeitsforschung ist entsprechend aufwändig. Dennoch gibt es mittlerweile eine sehr gute Studienlage zur Wirksamkeit von Lernmethoden und didaktischen Settings.

John Hattie fasst in seiner Metaanalyse „Visible Learning“ insgesamt 138 Einflussfaktoren zusammen. Wir wissen also sehr gut, was funktioniert, warum es funktioniert und wie wir Lernprozesse designen sollten. Wichtig ist natürlich auch, das komplexe Thema für die Praxis handhabbar zu machen. Daher habe ich in meiner Dissertation (Freigang, 2018) die wichtigsten 30 Einflussfaktoren für idealtypische Smart Learning Environments identifiziert und seither nutze ich das HoLEX® Framework als praxisorientiertes Planungs,- Analyse- und Gestaltungsinstrument, denn Smart Learning erfordert Gestaltungsarbeit.

Nun hast du bis zum Ende gelesen, demnach kannst du dich für Learning Themen begeistern. Da wir viel mehr ko-kreative Köpfe im Learning Kosmos brauchen, biete ich dir als Sommer Special ein Early Bird Tickert zum CREATORS CAMP_No 1 für 299,- zzgl. Mwst. (anstatt regulär 349,-), wenn du „Sommer Special“ bei der Anmeldung vermerkst.

Letzte Chance, ich freu mich auf dich!

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Quellen:

Robert Bosch Stiftung, (2025): Online-Artikel: John Hattie: Weniger Lehrplan, mehr Leidenschaft!

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