KI & Business (3)

Dieser Blogpost ist Teil 3 (von 3) zum Thema KI im Bildungsbereich und beschäftigt sich mit einer strategische Verankerung von KI im Unternehmen. Im Ergebnis entsteht ein Leitfaden zur Produktivitätssteigerung.

  1. KI Grundlagen & Ethik (veröffentlicht am 07.12.2023)
  2. KI & Tooling (veröffentlicht am 26.12.2023)
  3. KI & Business

Es ist ein Unterschied, ob man als Privatperson KI-Tools wie z.B. GammaAI, ElevenLabs oder ChatGPT nutzt oder eben als MitarbeiterIn eines Unternehmens. Damit die Angestellten wissen, wie sie KI-Tools effektiv nutzen dürfen/können/sollen, bedarf es einer Policy, also einem vom Management alignten Dokument, das den Einsatz von KI im Unternehmen regelt. Schließlich geht es um rechtliche Fragen zum Urheberrecht oder natürlich auch um sicherheitsrelevante Aspekte. Im Fall der Fälle haftet das Unternehmen.

Im Rahmen dieses Blogpost möchte ich der Frage nachgehen, warum man als Unternehmen nicht bzw. nur unter bestimmten Bedingungen ChatGPT nutzen sollte und welche Schritte für Unternehmen (im Bildungsbereich) notwendig sind, um KI als strategisch verankerten Produktivitäts-Booster zu nutzen. Bevor ich auf auf ein weiteres spannendes KI-Interview verweise folgende Vorüberlegungen als Einleitung:

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass sich jedes Unternehmen strategisch mit dem Thema KI auseinandersetzt. Wie kann man da konkret vorgehen?

Im Folgenden orientiere ich mich an einem Beitrag von Norman Müller (Genius Alliance), der einen Artikel über die Implementierung professioneller KI-Modelle in Unternehmen geschrieben hat. Ziel ist es, die Prozessabläufe effizienter zu gestalten, Kosten einzusparen und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Er plädiert auf die Notwendigkeit eines KI-Beirats und auf die Zusammenarbeit mit internen und externen KI-ExpertInnen.

Ich ergänze dazu meine persönlichen Gedanken, um eine Art „Leitfaden für Unternehmen im Bildungsbereich“ abzuleiten. Am Ende ergänze ich den Leitfaden mit einem praxisbezogenen Interview, das ich dieses mal mit Felix Mago geführt habe.

Was wäre also eine professionelle Herangehensweise und ein erster Schritt, um sich aus der Perspektive der Geschäftsführung fundiert dem Thema KI zu nähern, notwendige Kompetenzen zu entwickeln (bzw. ins Unternehmen zu holen) und KI strategisch zu verankern?

Etablierung eines KI-Beirates im Unternehmen

Ein KI-Beirat, bestehend aus ExpertInnen aus den Bereichen Digitalisierung und KI, bietet Unternehmen eine wertvolle Ressource an Fachwissen. Diese ExpertInnen sind in der Lage, aktuelle und zukünftige Trends im Bereich der digitalen Technologien zu identifizieren und zu bewerten. Ihre Einblicke in innovative KI-Anwendungen können Unternehmen dabei helfen, nicht nur Schritt zu halten, sondern auch Wettbewerbsvorteile zu erzielen (vgl. N. Müller, 08.01.2024.)

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen, insbesondere auch im Bildungsbereich, erfordert eine durchdachte und professionelle Herangehensweise. Die folgenden Schritte dienen einer Orientierung und können als Leitfaden die strategische KI-Ausrichtung begleiten:

1. Klare Zielsetzung und Vision: Die Verankerung von KI beginnt mit einer klaren Zielsetzung. Unternehmen sollten definieren, wie KI im Bildungsbereich angewendet werden soll, wo die Grenzen bestehen und welche strategischen Ziele erreicht werden sollen. Der KI-Beirat spielt eine entscheidende Rolle bei der Formulierung der digitalen Strategie eines Unternehmens. Er kann Empfehlungen aussprechen, wie KI-Technologien am besten in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden können, um Effizienz zu steigern und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dies schließt die Bewertung von Risiken und Chancen ein, die mit der Implementierung von KI verbunden sind.

2. Wissensaufbau und Kompetenzentwicklung: Ein KI-Beirat, bestehend aus internen sowie externen ExpertInnen, fördert den Aufbau und die Weitergabe von KI-Fachwissen. Durch Schulungen, Learning Circles, Communities und (Co-Creation-) Workshops hilft der Beirat, ein grundlegendes Verständins zur Funktionsweise von KI-Anwendungen zu entwickeln. Damit ist das Unternehmen in der Lage, das Potenzial sowie die Grenzen der KI im Bildungsbereich fundiert zu bewerten.

3. Datenschutz und ethische Überlegungen: KI-Anwendungen erfordern strenge Datenschutz- und Ethikrichtlinien. Der KI-Beirat spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Richtlinien zur Datennutzung und beim Schutz der Privatsphäre der Lernenden. Ein solcher Beirat bietet nicht nur Zugang zu Expertenwissen und strategischer Beratung, sondern gewährleistet die Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsstandards. Jedes Unternehmen sollte über eigene Leitlinien zur Nutzung von KI im Unternehmen verfügen.

4. Technologische Infrastruktur und Partnerschaften: Für die Implementierung von KI ist eine solide technologische Basis erforderlich. Der KI-Beirat kann Empfehlungen zur Integration von KI-Technologien in bestehende Prozesse geben und dabei helfen, Netzwerke und wichtige Partnerschaften mit KI-Anbietern und SpezialistInnen aufzubauen.

5. Pilotprojekte und Skalierung: Um Budget und Risiko einzugrenzen kann man mit PoCs (Proof of Concept) oder MvPs (Minimal viable Product) starten. Erste Experimente und Pilotprojekte reichen aus, um eine sinnvolle KI-Integration vor dem Rollout ausgiebig zu testen. Der KI-Beirat unterstützt bei der Auswahl geeigneter Use Cases sowie bei der Bewertung der KI-Projekte (inklusive LLM und Tooling) und berät bei der (Weiter-)Entwicklung effizienter KI-Workflows sowie weiterer Initiativen.

6. Laufende Evaluation und Anpassung: Regelmäßige Bewertungen durch den KI-Beirat stellen sicher, dass die KI-Strategie effektiv bleibt und sich an neue Entwicklungen anpasst. Der Beirat hilft, neueste KI-Trends zu berücksichtigen, die interne Performance zu evaluieren und notwendige Modifizierungen vorzunehmen.

7. Förderung von Lernkultur und Futures Literacy: Ein KI-Beirat kann entscheidend dazu beitragen, ein Bewusstsein für die Digitalisierung im Unternehmen zu schaffen. Darüber hinaus ist es im Kontext der KI-Entwicklung von wesentlicher Bedetung, sich mit zukünftigen Veränderungen von Wirtschaft & Gesellschaft auseinanderzusetzen sowie aktiv wünschenswerte Zukünfte zu explorieren und als Unternehmen zu gestalten. Wettbewerbsfähigkeit bedarf einer strategisch ausgerichteten Zukunftsorientierung im Sinne von Futures Literacy & Open Innovation. Hierzu werden in regelmäßigen Abständen offene Co-Creation Formate wie Barcamps, Meet-Ups, Futures Literacy Laboratories, Hackathons oder Design Sprints implementiert.

8. Unterstützung bei Compliance und Cybersicherheit: Der KI-Beirat bietet Einblicke und Richtlinien, um Compliance-Anforderungen zu erfüllen und das Unternehmen vor digitalen Bedrohungen zu schützen.

9. Zusammenarbeit mit offenen KI-Netzwerken und mit KI-Stakeholdern: Der KI-Beirat arbeitet eng mit internen sowie externen KI-Stakeholdern zusammen, um sicherzustellen, dass die KI-Strategie des Unternehmens effizient und ethisch sinnvoll implementiert werden kann. Zudem werden ausgewählte Erfahrungen mit anderen Unternehmen geteilt, um zum einen die Richtlinien der EU (AI-Act) zu erüllen sowie die Partizipation an öffentlichen Debatten zu ermöglichen. Dies fördert einen unternehmensübergreifenden Austausch im Sinne von Open Innovation und steigert die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im Bildungsbereich.

Nachschlagewerke zum Thema „KI im Business“ findest du in der KI-Navigation-Map im 5. Themencluster „Fakten vertiefen“. Dieser Themencluster kuratiert insbesondere erste Studien und Policy Paper, die beim Einsatz in unternehmerischen Kontexten unbedingt berücksichtigt werden sollten. Auch Leitsätze oder EU-Gesetze wie den AI-Act kann man hier vertiefen.

Wie können KI-StartUps unterstützen?

Über einen klassichen Leitfaden hinaus sind natürlich Erfahrungswerte bzw. externe Beratung extrem wichtig. Von daher spreche ich auch für diese Blogpost-Reihe mit ExpertInnen, die mir die wichtigsten Tipps an die Hand geben können. Und zum Thema KI & Business spreche ich mit Felix Mago.

Felix und ich kennen uns seit der Schulzeit. Wir haben beide 1998 unser Abitur in Konstanz absolviert und sind gemeinsam 1999 nach Berlin gekommen, um hier zu studieren. Er Politik- und ich Erziehungswissenschaften. Irgendwann haben wir uns aus den Augen verloren, bis ich über LinkedIn auf seine Postings zum Thema „Metaverse“, „NFTs“ und „ChatGPT“ aufmerksam wurde.

Felix Mago ist Experte für KI und Web3. Er ist Co-Founder mehrerer Unternehmen: DASH – der erste Bitcoin Fork & DAO – mit Dash NEXT hat er Krypto-Zahlungen in Asien etabliert. FUTERIO – ein Venture-Builder & Systemintegrator für AI & Web3. SPACE Metaverse, ein Metaverse für den Handel. Felix ist außerdem seit 2020 Gastdozent für Blockchain, DeFi und Metaverse an der UCLA. Zudem ist er Autor des „Bitcoin Handbuchs“, das 2016 veröffentlicht wurde. LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/felix-mago/ Twitter: https://twitter.com/FelixMagoTech

Im Interview geht es vorranging um folgende Fragen:

  1. Warum sollte man als Unternehmen LLMs wie ChatGPT von OpenAI (nicht) nutzen?
  2. Wie wird sich die Business-Welt durch die KI-Tools verändern?
  3. Was sollte ein Unternehmen JETZT tun, um KI-Potenziale sicher nutzen zu können?
  4. Überwiegen die Chancen oder Risiken für Unternehmen?

Also schaut mal rein zum Deep-Dive:

Felix´ Empfehlungen, um beim Thema KI im Business up to date zu bleiben:

Matt Wolfe:   https://youtube.com/@mreflow?si=VyQTHT3uGbTrZHGp

Dave Shapiro:  https://youtube.com/@DaveShap?si=SC8GcHIDq205Rb7b

Wes Roth:  https://youtube.com/@WesRoth?si=prttExqPV7nYWTrF

AI Jason:  https://youtube.com/@AIJasonZ?si=7jkQEVBM-Z2UBaU_

Laut Felix sind Vector-Datenbanken eine wichtige Grundlage, um von Unternehmen wie OpenAI und anderen unabhängig zu sein und damit die eigenen Daten optimal schützen zu können. In einem ähnlichen Kontext habe ich dazu vor kurzem eine spannende Anleitung von Holger Gelhausen (KI-Insights) gefunden, indem er die einzelnen Schritte aufzeigt, um eine lokale KI-Lösung zu entwickeln.

In 7 Schritten zum KI-SuperStar

Wer noch mehr über KI im Bildungsbereich lernen möchte, findet dazu alles in der KI-Navigation-Map. Die Karte visualisiert insgesamt 7 Schritte bzw. Stationen auf meinem persönlichen Lernpfad, die es meiner Meinung nach braucht, um ein KI Professional im Bildungsbereich werden zu können. Jede dieser Stationen liefert wertvolles Wissen zu folgenden Clustern:

  1. NETZWERKE aufbauen
  2. GRUNDLAGEN erarbeiten
  3. HERAUSFORDERUNGEN reflektieren
  4. TOOLS testen
  5. FAKTEN vertiefen
  6. ZERTIFIZIERUNG absolvieren
  7. PRAXISTRANSFER sicherstellen

Dieser Blogpost ist mithilfe von KI-Tools generiert und wurde durch mich validiert, reviewt und angepasst. Alle Blogpost, bei denen KI-Tools verwendet wurden, werden mit „supported by AI“ gekennzeichnet.

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